Leone Verde 17

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Zum 10-jährigen Jubiläum haben sich die Green Lions dazu entschieden, das Heft in den überregionalen Vertrieb zu bringen. Das Leone Verde ist eins der vielen Hefte aus der Fanszene von Rapid Wien. Der Unterschied zu den restlichen Heften der Hütteldorfer ist, das die Gruppe aus Linz stammt und somit ihren Lebensmittelpunkt nicht in Wien hat. Das verspricht ein paar neue Ansichten.

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Im praktischen A5 Format kommt das Heft mit 76 farbigen Seiten daher. Zum Einstieg, da grade durch den NOFB Vertrieb viele neue Leser dazu kommen, gibt es erstmal einen Rückblick auf 10 Jahre Leone Verde. Das gefällt! Weiter gehts mit der Herbstsaison von Rapid Wien. Das Highlight ist das Interview mit dem Capo, welcher nach 12 Jahren Green Lions das Zepter an die nächste Generation weiter gibt. Für den Europapokalherbst gibt es Berichte von allen 4 aktiven Gruppen (Green Lions, Ultras Rapid, Lords Rapid und Tornados). Der gruppentypische Stuff wie Fanszenentuniere, Rechtshilfe und Weststadion kommt auch nicht zu kurz. Zum Abschluss bekommt man noch einen Nostalgie Bericht serviert.

Starkes Heft! Zwar mit 4€ teurer als vergleichbare Hefte, aber der Inhalt überzeugt einfach.

Faszination PL 3

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Von einer Einzelperson wird das Fanzine Faszination PL erstellt, welches sich nur mit Fußball in Polen befasst. Was sich recht einseitig anhört, bringt großes Potential da durch YouTube etc. immer wieder der Blick nach Polen schweift. Doch im Gegensatz zu anderen Heften beschränkt sich dieses Heft nicht nur auf die Highlight Spiele, es gibt auch viel unterklassigen Fußball und da wird man überrascht was im Polen eigentlich noch geht.

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Auf 72 Seiten in schwarz-weiß bekommt der Leser einiges Serviert. Vom Fußball in der höchsten Spielklasse bis zur ranziges Vierten Liga welches sich als Highlight herausstellt gibt es viel aufzusaugen. Im lockeren Stil geschrieben kann man die Ausgabe genüsslich in einem Zug lesen ohne das es zu viel wird. Als Highlight serviert der Autor ein Interview mit den Hooligans von KS Dyskobolia und einen Riot-Bericht aus dem Jahre 1998.

Checkt das Heft aus, für schmale 2€ könnt ihr es im NOFB-Shop kaufen.

Block West Echo 36

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Mit dem Block West Echo hat wieder jede Ultra-Gruppe aus dem schönen Hütteldorf ein regelmäßiges Fanzine. Damit bekommt man, sollte man alle Hefte lesen, die selben Spiele aus 4 verschiedenen Ansichten präsentiert. Die grüne Wiener Fanszene kann stolz darauf sein, das die Fanzine-Kultur bei Ihnen stimmt und sich jeder seinen Favoriten aussuchen kann. Das BWE stammt aus der Feder der Ultras Rapid und erscheint halbjährlich. Die Ausgabe 36 behandelt den Zeitraum vom Saisonstart bis zur Winterpause 2015 sowie alle Aktivitäten der Gruppe die in diese Zeit fallen. Das verspricht mächtig Material.

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Das Heft kommt vollgepackt mit knapp 200 farbigen Seiten. Es wird die Weststadion Kampagne, der Saisonrückblick, die Freundschaften zu Venedig, Athen und Nürnberg und die Gruppe an sich behandelt. So bekommt ihr einen Einblick in den UR Keller und dessen Geschichte. Es gibt Berichte zur Gruppen eigenen Mannschaft, Groundhopping in Genua, Historische Berichte. Das Heft ist krass vollgepackt und ein wirkliches Highlight kann man sich gar nicht rauspicken, dafür hat das Heft ein Konstant hohes Niveau. Es gibt auch viele viele Bilder, richtig krass.

Der einzige Kritikpunkt ist das Format. Ich verstehe dann man soviel Material raus bringen muss, aber im A4 Format, dazu soviele Seiten, macht es schwerer das Heft gemütlich zu lesen. Da bin ich eher der Fan vom A5-Format, das kann man gemütlich im ÖPNV lesen.

Wenn ihr dran kommt, besorgt euch das Block West Echo. Regelmäßig. Verschlingt es. Eine der besten Gruppen in Europa öffnet sich für die Außenwelt, das muss aufgesaugt werden.

Jottwede 4

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Das Jottwede ist mit der 4. Ausgabe am Start und die Berliner waren wieder unterwegs. Das Heft besteht nur aus großen Touren, egal ob fichte von Finnland nach Polen oder mit der Frau in Isreal, Paule in Mexico oder Chris in Mittelamerika: Viele zusammenhängende Reisen. Zwischendurch gibts natürlich auch einzelne Spiele oder kleine Reisen, aber Jottwede steht für lange Reisen!

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Hier schlägt auch ein großer Kritikpunkt von meiner Seite an: Es wird mir in den Reiseberichten zeitweise zuviel über die Reise an sich geschrieben, als darüber wieso man sich ein Fanzine besorgt: König Fußball. Natürlich ist für jeden persönlich die Reise das wichtige einer Tour, als Leser schweift man (zumindest ich) schnell ab wenn über mehrere Abschnitte detailliert beschrieben wird wo man mit einem Auto hinfuhr, was man sah und so weiter.

Ansonsten kann das Heft wieder überzeugen, bei farbigen Seiten wirken auch die Bilder anders. Das gefällt. Am Ende gibt es noch ein Schnappschüsse Best-Of, zwischendurch die bekannten „Andere Länder, Andere Fritten“ und „On the Road….again“ Fotoserien.

Für schmale 3 Euro kann man nichts falsch machen.

Dröhnbütel 36

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Dachte man mit dem Rückzug der Chosen Few aus dem Ultrageschäft wäre auch der Dröhnbütel beendet, so kann man doch froh sein das es diesen Klassiker aus Hamburg weiterhin gibt. Und ja, es gibt auch weiterhin HSV-Berichte. Das liegt vor allem daran, das sich viele Ex-CFHH wieder zusammen gerottet haben und gemeinsame Sache machen. Zwar gibt es keine Gruppe im klassischen Sinne, aber der Mob ist weiterhin am Support interessiert. Das mag zwar jetzt heuchlerisch rüberkommen, nachdem die Auflösung mit der Ausgliederung des Verein von statten ging, aber man kommt von seiner Liebe nach mehreren Jahrzehnten einfach nicht los. Das ist authentisch.

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Im angesprochene Heft darf man sich wieder auf Suff und Proll Geschichten der Gerner Bande einstellen, während JoJo weiterhin alternativ auf der Suche nach Länderpunkten unterwegs ist. Da prallen zwei Welten aufeinander! Das es grade JoJo ist, welcher sich einer Suff-Tour der Rookies nach Italien anschloss, das überrascht wirklich! Man hat auch 2 Schreiber-Lehrlinge ans Land gezogen, wobei die Tour durch 4 Länder von 2 grade mal 18-jährigen schon ne Hausnummer ist! Bekommt man jetzt noch Struktur und Lesefluss in den jene Berichte, so hat der Dröhnbütel auch weiterhin eine glanzvolle Zukunft.

Ein einzelnes Highlight kann man gar nicht raus ziehen, das Heft ist ein seinem Gesamtwerk jenes. Ob die Anspielungen auf die Mit-Autoren, die Seitenhiebe auf andere Szenen, die ständigen Penis-Witze. Man muss dieses Assi-Heft mögen um es gut zu finden. Da der Fußballfan allgemein selbst gerne Assi ist, ist der Dröhnbütel eine Pflichtlektüre. Lesen, Leute!

Erlebnis Fussball 68

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Die 68. Ausgabe von Erlebnis Fussball erschien erstmals als Doppelausgabe. Grund hierfür ist die Vielzahl an Themen, welche bei einer späteren Veröffentlichung nicht mehr relevant gewesen wären.

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Der A Part der Ausgabe ist sogleich mit 100 befüllten Seiten der dickere. Highlight ist der 38 seitige Erlebnisbericht aus Marokko. Dank viel Hintergrund- und Detailwissen ist der lange Bericht ein Genuss, so gut beschrieben findet ihr keine Aufarbeitung der Fanszene in Marokko. Das zweite Highlight ist ein Interview mit Sol Invictus aus Schweden und das hat es in sich. Die Gruppe beantwortet offen die Fragen, ohne sich zu verstellen.

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Dazu gibt es ein Interview mit den Machern von Ayaktakimi, Matchreports, eine Detail-Beschreibung des Saisonfinales in Schweden und einen Text zur geforderten Öffnung von Gate 13 in Athen. Das Heft ist eine Wucht!

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Nach so einem starken A-Part kann der B-Part nur schlechter werden. Aber der Qualitätsabfall ist marginal. In dieser Ausgabe gibt es mehr Matchreports, ein Interview mit den Ultras Regensburg über den Umzug vom alten Jahnstadion in die neue Arena, ein Interview mit der Anti Karta, welche gegen die vor der Einführung stehenden Fankarte in Griechenland agiert.

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Zwei interessante Text behandeln zum einen Die Rückkehr der Hooligans und wie diese mittlerweile agieren sowie mehrere Meinungen zu Schneller, Höher, Weiter, welche sich zum teil kritisch zu Choreos von Ultras Dynamo (größte Blockfahne der Welt) und Ultras Gelsenkirchen (Beamer, Film) äußern. Sehr interessant! Als Krönung auf die Fülle dieses Hefts gibt es noch die Geschichte von Bubu, dem verstorbenen Capo von Pescara, und der Tragödie von Gate 7, wo mehrere Menschen ums Leben kamen.

Als Fazit kann man hier nur die größtmögliche Empfehlung aussprechen!

Hefdla 16

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Das Heflda aus Nürnberg ist ein Klassiker! Rausgebracht von einer Einzelperson, besticht das Heft in der heutigen Zeit der durchgestylten Fanzines durch sein “Anders” sein.

Statt an einem Computer wird das Hefdla klassisch auf der Schreibmaschine getippt, sollten Informationen falsch sein oder ergänzt werden, wird dies mit handschriftlich gemacht. Sollte die Schreibblockade, bei Ausgabe 16 gibt es auch eine Cover-Blockade (oder ein DIY Cover, Ansichtssache), zuschlagen, werden auch mal handschriftliche Notizen oder Zeitungsartikel eingescannt.

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Hefdla 16 berichtet über die aktuelle Saison des 1. FC Nürnbergs, aber auch andere Erlebnisse aus dem Leben des Schreibers kommen rein. Staubsaugen, Besuche des Nürnberger BasketballClubs. Alles wird festgehalten, welche Fahne er beim Spiel gewedelt hat, welche Diskussionen er mit seinem Chef bzgl. Urlaub führen muss. Hefdla eben.

Das Hefdla ist ein liebevoll zusammen gestelltes Kunstwerk. Für einen Euro nimmt man das mit.

Tatort Stadion – Hinrunde 2015/16

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Nach 5 Jahren bringt die Fanszene LOK wieder ein Tatort Stadion raus. Im halbjährlichen Rhytmus soll der ehemalige Spieltagsflyer jetzt erscheinen. Die vorliegende Ausgabe behandelt die Hinrunde der Saison 2015/2016, welche am 08. Dezember 2015 endete und im Februar 2016 kommt das Heft raus, das nenn ich Produktiv!

Die Postille befasst sich mit allen (zum Großteil erfolgreichen) Spielen des 1. FC Lokomotive Leipzig, gibt Hintergründe zur Fanszene, erklärt Anreisen und Vorkommnisse. Das Sportliche wird auch kurz beschrieben, der Fokus liegt aber auf der Gruppe. Positiv fand ich bei der Erwähnung der Zuschaueranzahl die Nennung der anwesenden Hallenser. Es werden auch von allen Spielen des Halleschen FC berichtet, bei dem Lokisten anwesenden waren.

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Emotional wird der Abschied von einem verstorbenem Mitglied der Gruppe beschrieben, in welchem man den Zusammenhalt und die Solidarität einer solchen Gemeinschaft in den Vordergrund stellt.

Die Graffiti-Crew “SPL”, auf Facebook unter “LOKaufChrom” bekannt, gibt ein Interview und es werden viele Werke jener gezeigt. Auf den farbigen Seiten gibt das ein gutes Bild!

Da hat man schon mal eine Messlatte abgeliefert, für 3€ unbedingt eintüten! Ich hatte das Heft in einem Rutsch durch.

Hafenblatt 1

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Eine Neuerscheinung auf dem Markt, das Hafenblatt der Rude Fans aus Essen. Die Rude Fans sind die führende Gruppe in Essen, nach dem sich die Ultras Essen auflösten. RF will damit die triste Fanzine Landschaft in Essen aufwerten.

Das Hafenblatt sieht sich als Saisonheft, in Ausgabe 1 wird die Saison 2014/2015 behandelt. Es gibt eine chronologische Abfolge von Spielberichten, wobei es zu einem Ligaspiel keinen Bericht gab und der Landespokal erst ab Halbfinale erwähnt wird. Unterlegt werden die Berichte von Schwarz-Weiß Bildern und es kommt auch der Gegner auf den Rängen zu Wort, sollte es in der Regionalliga einen gegeben haben.

Hier muss ich bereits mit meiner Kritik beginnen: Die Berichte sind langweilig. Es wird einfach nur das sportliche runter geschrieben, eine kleine Meinung zur Stimmung abgegeben und fertig. Man erfährt keine Hintergründe, keine Erlebnisse, nichts. Es scheint, als wären die Berichte aus dem Spieltagsfyler kopiert worden.

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Natürlich ist es für die Rude Fans eine beschissene Situation über eine Saison zu berichten, in der Ultras Essen zum Großteil das sagen hatte, aber dieser Fanzine ist zu erzwungen, zu gewollt. Grade durch den nationalen Vertrieb über NOFB möchte man Aufmerksamkeit auf den Mythos von der Hafenstrasse legen, das ist misslungen.

Was gibt es sonst? Einen Text über die Aufstiegsregularien der Regionalliga, ein Interview mit dem Fanprojekt, eine Gruppenvorstellung (sehr gut!) und einen Text zu Facebook. Das Heft umschlingt ein farbiges Cover, wo die Straßenkunst ihren Platz findet.

Sollte es eine Nummer 2 geben, hoffe ich auf eine starke Steigerung.

Zentralorgan 2014/15

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Jedes Jahr bringen die Jungs rund um Ultras Dynamo ein buntes Saisonheft raus. Neben allen Dynamo-Spielen gibt es auch große Berichte zu den Freundschaften mit Zwickau und Sarajevo, Zahlensalat sowieso Tops&Flops.

Dieses Mal geht es um die Saison 2015/2016, dem ersten Jahr in der 3. Liga nach dem Abstieg. Jedes Spiel erhält seinen eigenen Bericht, abwechslungsreich von verschiedenen Leuten geschrieben und unterlegt mit vielen Fotos. Ein Bericht handelt beispielsweise von einer Gruppe, die Dank defektem 9er kurz vor Ende der Partie am Stadion auftauchen und dort für Trouble sorgen. Störend empfand ich dieses teilweise überhebliche der UD, da man ja sowieso die geilsten sind und kein anderer Verein an sie ran kommt.

Unterlegt wird diese Tatsache allerdings nur im Bericht zum Spiel in Rostock, wo UD ein guter Treffer gegen die Rostocker gelang. In vielen Berichten wird, wohl typisch für jede Gruppe, immer wieder die eigene Leistung kritisiert. Ansonsten war es den Berichten nach eine durchschnittliche bzw. langweilige Saison, da hatte ich mir Dank der ganzen Ost-Vereine doch etwas mehr erwartet.

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Die Freundschaftsberichte geben dann einen guten Überblick über den jeweiligen Verein, auch wie es sportlich für diese lief. Der Zahlensalat ist ne nette Übersicht, die Tops&Flops sind auch ganz nett. Am Ende kommen noch verschiedene Gruppen aus dem K-Block zu Wort, bevor Lehmi das Schlusswort verfasst.

Highlight des gesamten Hefts ist allerdings der Streetart Bereich, welcher Dynamo Kunst auf der ganzen Welt zeigt. Da glotzt man schon.

Für DD Fans ein Mussding, für den Rest interessant um einen Einblick in die Fanszene in Dresden zu bekommen. Für die 4€ macht man nichts falsch.