45 Grad 28

Die wichtigsten Spiele im Zeitraum von September bis Anfang Oktober, dazu ein großer Teil mit Vereinen aus Deutschland im Europapokal. Darmstadt gegen Frankfurt, Nürnberg gegen Fürth, Saarbrücken gegen Trier. Alle Fan-relevanten Spiele werden mit vielen Hintergrundinfos präsentiert.

Schöner Fließtext mit den Europapokal-Spielen mit deutscher Beteiligung, Bilderstrecke von Choreos, Spruchbanderklärung. Teil 2 der Interviewreihe der Fußballfibeln-Autoren (Teil 1 in Ausgabe 27), relevante Spiele aus dem Ausland.

Wieder gerne gelesen.

Paranoid 9

Das Pfalz Inferno, eine von 3 Ultragruppen aus Kaiserslautern, bringen regelmäßig eine Zusammenfassung der Saison raus. Die 9. Ausgabe dreht sich um die Saison 2015/2016 und ist meine erste. Die Spielberichte sind anscheinend aus dem Spieltagsflyer übernommen worden, finde ich unglücklich. Untermalt von unverpixelten Bildern begleiten wir den FCK durch eine unbefriedigende Saison, dies merkt man in den Spielberichten deutlich.

Es kommen auch einige Gegnerszenen zu Wort, allerdings sind die Berichte wohl auch aus den Flyern kopiert. Dazu ein Saisonrückblick abseits des Platz, eine Stellungnahme zum Vereinsumbruch, die Sektion Stadionverbot mit einem Saisonrückblick und die Freundschaft zu Palermo wird auch beschrieben. Volles Heft für stolze 5€, dafür sind alle Seiten farbig und doch eine höhere Qualität.

Wirklich interessant wohl nur für FCK-Fans sowie sonstige Freunde und Bekannte des Pfalz Inferno.

Scheiß AFD 15

Die Jungs aus Darmstadt sind Bundesligist. Wie sie die Saison erlebten beschreibt schon das Cover: „Erfolgreicher Anti-Fußball – Zum Klassenerhalt in nur 34 Schritten“. Wie immer liefern die Jungs. Ohne Überheblichkeit, sich selbst gegenüber immer ehrlich mit witzigen Umschreibungen für Action. Das macht Laune.

Umrandet wird die eigene Saison von Hopping. Hessenliga, Südamerika, zweite Liga in Aserbaidschan, es gibt interessante Berichte zu lesen. Auch das Relegations-Rückspiel des Glubbs haben die Jungs besucht, dafür gibts ein Sternchen.

Kaufen, lesen, weitermachen!

Hafenblatt 2

Ich habe mir nach der ersten Ausgabe eine klare Steigerung gewünscht. Diese ist zwar nicht so klar ausgefallen wir gewünscht, dennoch muss man den Jungs eine Steigerung attestieren.

Das Heft ist ein Saisonheft, daher wird der Fokus des Heftes auf die Saison von Rot-Weiss Essen gelegt. Die Regionalliga West scheint allerdings eine Graupenliga zu sein, sehr viele Dorfvereine. Das sich die Rude Fans da durch quälen verdient Respekt, ich würde die Fanszene Essen gerne mal in der 3. Liga sehen. Gibt ja immer noch den Mythos der Hafenstraße.

Der Aufbau der Berichte ist der selbe wie in Heft 1, allerdings wirkt das ganze flüssiger. Die Rude Fans haben nach den Abgang von Ultras Essen ihren Platz gefunden und kann jetzt einen speziellen Fokus auf das Hafenblatt legen. Ich denke die Jungs haben ihren Flow gefunden, in Ausgabe 3 wird es wieder eine Steigerung geben.

Der Kompass 2

45 Spielberichte aus 12 Ländern im Zeitraum von September 2014 bis August 2015. Dabei wird der Fokus des Heftes klar auf die Anreise gelegt, sehr ausführlich beschrieben und dadurch anders als viele Fanzines.

Das Heft hat einige Highlight-Spiele, das Belgrad-Derby (zu dem mittlerweile eh halb Deutschland fährt) schafft es zwei Mal rein. Auch sonst wird zumindest auf den Tribünen einiges geboten, so ein richtiger Stinker hat es nicht ins Heft geschafft. Das Hopping gefährlich ist zeigt der Bericht aus Bulgarien, als einige Einheimische sich der Gruppe immer mehr nährten und auch nach dem Spiel mal Hallo sagen wollten. Sehr coole Geschichte.

Der Kompass liest sich sehr flüssig, die Jungs wissen wie es geht. Empfehlenswert.

Bonuspunkte gibt es für ein Glubb-Spiel.

45 Grad 27


In dieser Ausgabe dreht es sich um den Ende Juli/August 2016. Augenmerk natürlich auf die 1. DFB Pokal Runde, immerhin gab es dort einige interessante Partien. Die weniger interessanten Partien wurde in reiner Textform beschrieben, was in Ordnung ist.

Ein großer Block ist ein Interview mit 5 Autoren der Fußballfibeln. Sehr interessant, vor allem da die Autoren sehr unterschiedlich sind. Der Auslandteil ist überschaubar, hat aber einige Highlight-Spiele in petto. Die üblichen Choreo-Foto-Seiten sowie einige Spruchbanderklärungen runden das Heft an.

Wie immer hohe Qualität, als Nachschlagewerk mit vielen Infos immer gern gelesen.

Rot-Schwarz am Bosporus

Ein Anhänger des 1. FC Nürnberg verbrachte ein Erasmussemester in der Türkei. 5 Monate konnte er die Kultur aufsaugen, umrahmt von dem was wir alle so lieben: Fußball. Somit ist dieses Buch kein klassisches Fanzine, eher ein Reisetagebuch.

Das hat es in sich. 20 Spielen, 19 in der Türkei und 1 bei den Freunden in Griechenland, gilt es zu besprechen. Auf lockere Art wird hier berichtet, mehr untere Ligen da der Verfasser keine Fankarte hat und somit die erste Liga rausfällt. Zwischendurch gibt es auch Erklärungen vom Leben in der Türkei, Erklärungen abseits des Tourismus. 5 Monate sind sehr viel Zeit, um sich um das Flair des Landes einzulassen.

Es gibt Kontakte zu verschiedenen Fanszenen, Feiereien von Meisterschaften und Jubilaren. Fünf vollgepackte Monate. Das ganze Land wird bereist, dazu der Abstecher nach Larissa. Sehr viel Stoff zum verarbeiten.

Richtig guter Stoff. Holt euch das Ding und taucht für ein paar Stunden in die Türkei ein.

PottGelaber 2012/2013


Der NOFB-Shop verscherbelt die erste und einzige Ausgabe der Proud Generation Duisburg für wenig Geld, da muss man doch mal gucken ob es ein großer Verlust ist. Das Heft behandelt die Saison 2012/2013, bisschen Hopping und ein paar Verein/Gruppen Dinge.

Die Spielberichte sind okay, kann man in der ersten Ausgabe schon mal drüber sehen. Teilweise gut, teilweise kein Lesevergnügen. Viele Bilder, Gesichter werden nicht verpixelt. Die Sektion Stadionverbot darf auch einige Spiele berichten. Der Hopping-Teil beschränkt sich auf 3 Spiele. Die PGDU ist zu Gast in Kroatien, es gibt Gedanken aus der Gruppe und alles zum damaligen Insolvenzverfahren des Vereins.

Highlight stellt ein Interview mit einem Mitglied der Torcida Split, sowas liest man dann doch selten. Abgerundet wird das Heft mit einem Rückblick auf die Amateure.

Was soll man groß sagen? Für ne Erstausgabe in meinen Augen zu wenig und zu unkonstant. Man verpasst nichts und mein Weltbild über die Szene Duisburg wurde auch nicht groß geändert.

Der Daggl 10

Der Köter hat seit Beginn die Messlatte für die Schreiber-Szene hoch gelegt. Die Zusammenkunft von mehreren Schreiber, die selbst früher ein Fanzine veröffentlichten, erwies sich als richtige Entscheidung.

Wie immer werden alle Spiele des 1. FC Nürnbergs besprochen, zwischendurch gibt es mal längere, mal kürzere Reisen. Egal ob Familienurlaub in Italien, Touren durch den Kaukasus und Oman oder einfach nur mal schnell in den Osten. Der Daggl ist gefühlt überall. Das macht auch das Heft aus: Die Vielfalt. Durch die vielen Schreiberlinge kommt auch jeder Bericht anders, jeder hat seinen Stil gefunden von den Reisen und Spielen zu berichten. Das ist hohes Lesevergnügen!

Typisch Daggl gibt es auch eine Zusammenfassung was im Verein seit dem letzten Heft geschah, Fanzine-Berichte und Der Glubb is a Depp. In Ausgabe 10 hat man mit einer UK-Reise sogar einen Cliffhanger zu elften Ausgabe geschafft, wer möchte nicht lesen was schammi dort noch alles sah?

Alles für den Daggl – Lesen!

Leone Verde 18


Der überregionale Vertrieb ist für die grünen Löwen ein Erfolg, daher konnte man auch ohne Umwege die 18. Ausgabe ihres Fanzines beziehen. Es geht um die Frühjahrsaison 2016, wobei ich den Bericht dazu nicht gut fand und er sehr unrund wirkte. Highlights sind das drum herum. Das Interview mit dem Capo der Tornados Rapid zum 20jährigen Jubiläum ist gut.

Dazu gibt es Berichte zu einigen Feiern (50 Jahre Gate 13, 15 Jahre UR & Gate 13, 20 Jahre Alte Garde) welche gut zu lesen sind. Die Highlights der Ausgabe sind die Gruppentattoos und der Nostalgiebericht, welcher nochmal die letzte Meisterschaft ins Gedächtnis ruft. Abgerundet von ein bisschen Groundhopping und einem Choreo-Making-of schließt das Heft ab.

Im Gegensatz zur Ausgabe 17 fällt diese Ausgabe sehr ab. Im Schlusswort wird auch die Zukunft offen gehalten ob man jetzt jährlich oder halbjährlich weiter macht, hier könnte ich mir einen jährlichen Rhythmus vorstellen um die Qualität zu steigern.